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„Viel Arbeit, wenig Anerkennung“ – Artikel vom 29.08.2019 (NDZ)

Leserbrief / Stellungnahme

Die Aussage des Ortsbürgermeisters der Stadt Springe -Herrn Karl-Heinz Friedrich-  „Auch ohne Schützenfest wird Springe nicht wirklich etwas fehlen!“ überrascht mich schon ein wenig. Mit 334 dem Kreisschützenverband Deister-Süntel-Calenberg e.V. gemeldeten Mitgliedern (Stand: 01.01.2019) ist die Stadt Springe immer noch die Kernstadt unseres Schützenwesens. Hier wurde der hiesige Kreisschützenverband im Jahre 1951 aus der Taufe gehoben.

Warum macht sich Herr Friedrich darüber Gedanken, nun alte Zöpfe abschneiden zu müssen. Täte es einer Stadt wie Springe nicht genauso gut, Traditionen zu bewahren. Andere Städte und Gemeinden, die ebenfalls Randgebiete der Region sind -wie z.B. die Stadt Garbsen- gehen hier mittlerweile andere Wege und fördern diese Traditionen – und das nicht unerheblich. Muss es denn von Jahr zu Jahr Diskussionen über die Standortfrage des Festplatzes geben? Muss man denn wirklich auf den Einzelnen Rücksicht nehmen, wenn der Rest einmal im Jahr ein solches Fest feiern will? Muss es Aufgabe eines Ausrichters sein, Lärmmessungen durchzuführen?

Sind dieses nicht alles vielleicht die Gründe, dass die Ehrenamtlichen mittlerweile überhaupt keine Lust mehr haben, ein solches Fest auszurichten.

Wer, wenn nicht Sport- u. Schützenvereine, Musikzüge oder Feuerwehren, ist sonst in der Lage traditionell gewordene Zeltfeste auszurichten. Die Ehrenamtlichen dieser Vereine machen einen verdammt guten Job, auch in der Stadt Springe. Die Vereine können sich im Rahmen ihrer Feierlichkeiten der Bevölkerung präsentieren und es wird ein kameradschaftliches Miteinander gelebt.

Der vergleichsweise kleine Ort Völksen hat es gerade wieder vorgemacht, warum nicht auch weiterhin in Springe!

Wilfried Mundt
Vorsitzender
Kreisschützenverband
"Deister-Süntel-Cakenberg e.V."

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